Blog des Wasserzigeuners

Worum es in diesem Blog geht
In 2018 bekam ich Unterstützung von guten Freunden, welche mir behilflich waren, dass Boot kennen zu lernen und mir einige Manöver und richtiges Schleusen beibrachten. Recht schnell hat mir Hartwig zu verstehen gegeben, dass er der Meinung ist, ich würde auch über Winter auf dem Boot wohnen.

Davon war ich eigentlich weit entfernt, wollte ich doch nur die warme Saison auf dem Boot verbringen und, wie die meisten anderen auch, im Winter wieder in den vier Wänden zuhause sein. Nun, ersten kam es anders und zweitens..

Was alles seit dem passiert ist, meine Fahrten, Gedanken und meine Entwicklung, dass alles will ich in diesem Blog festhalten für den (oder diejenige), der (die) ebenfalls mit dem Gedanken spielt oder einfach nur gern darüber lesen mag.

Das Ende ist jedenfalls nicht abzusehen, im Gegenteil habe ich gerade den festen Liegeplatz gekündigt und werde ab Juli Richtung Süden zigeunern. Ob Donau oder Mosel, Ungarn oder Frankreich, wir werden sehen wohin es uns treibt.

Viel Spaß beim Lesen und Betrachten der Bilder.

Skipper Peter und Bordhund Berti

6 Kommentare

  1. Hallo Wasserfreund, 22.10.2019
    wir möchten auch als ‘Wasserzigeuner’ in wenigen Jahren unterwegs sein.
    Solange wir noch segeln können, geht es entlang den Küsten, dort wo das ‘Auge’ am meißten erlebt, die Landschaft facettenreich ist. Später werden wir dann den Mast entfernen und als Motorboot unterwegs sein.
    Unser Boot ist 8,20 M x 4,10 M, hat zwei Dieselmaschinen (Yanmar 1GM10) à 9 PS. Verbrauch bei
    ca. 10 KM/h 1,2L (ein Motor). Bei wenig Wind und Strömung nutzen wir eine Maschine, sonst beide und sind sehr’wirtschaftlich’ unterwegs, was bei späteren Kanal- und Flußfahrten sehr wichtig ist!
    Unser riesiges Cockpit bekommt dann eine ‘Kuchenbude’ und wir werden diese Heizung einbauen
    (Link entfernt: Dickinson Heizung) als Warmwasser -Variante mit kl. Heizkörpern.
    Auch Solarzellen sind vorgesehen um den Kühlschrank, etc. zu betreiben.
    Wichtig ist uns ein helles Boot zu haben, das mit vielen Fenstern zum Rausschauen versehen ist.
    Ein größerer Schlafraum, in dem man keine Angstattacken bekommt, ein großes Bad, eine 2,40 m lange
    Küche, ein großer heller Salon in dem man ‘rumlümmeln’ kann, ein riesiges Cockpit, wie bereits erwähnt, so wie ein großes Vordeck sind wichtig.
    Es sollte nicht viel länger als 8.00 M sein, flach gehalten um unter den meißten Brücken durchfahren zu können, einen überdachten Steuerstand besitzen und praktisch nicht schaukeln, bzw rollen.
    Außerdem sollte es eine gute Reputation haben, häufig gebaut worden sein (ca. 200 Stck.) und noch
    eine lebendige , sich austauschende ‘Bootsgemeinde’ vorhanden sein.
    Wir haben Deinen Beitrag heute im “Segeln Forum” entdeckt und dachten Dir hier unser Boot als
    Anregung vorzustellen.
    Wir haben uns vor einem Jahr dieses Boot gekauft. Für unsere späteren Reisen auch das ideale Boot!
    http://www.catamaransite.com/catalac_8m.html
    (Link entfernt: Verkaufsangebot Catalac)
    Man muß schon ein Weilchen suchen, weil diese sehr begehrt sind. Es gibt sie auch in 9, 10 und 12 Meter Länge.
    Allerdings sind unser 8.20 M völlig ausreichend!
    Weiterhin schöne Reisen und Erfolg bei der Bootssuche!

    Grüße von der Crew der “Wassermusik” aus Lübeck

    1. hallo Volker,

      ich kenne diese kleinen Katamarane und finde die auch sehr gut. Viel Platz für die Grösse. Probleme binnen sehe ich bei der Breite. In vielen Boxen sind die Breiten bei 3,5m schon am Ende. Könnte also die Preise hochtreiben.
      Für mich kommt dieser jedoch nicht in Frage. Ich möchte einen Monohull mit (gemäßigtem) Langkiel oder Kimmkieler sowie ein geschütztes Ruder. Dazu einen Innenborder als Diesel. Der Rest wird sich finden, vorausgesetzt, ich bleibe nicht bei meinem Motorboot 🙂

      Gruß aus Rheinau

      Peter

  2. Hallo Peter,
    wir wollen eh nur selten in Häfen!
    Nur zum Bunkern, sonst weitestgehend autark sein – was bei dem Stauraum gut geht.Und die Fläche für solarische Bauten.
    Uns ist die Sicherheit der beiden Einbaudiesel wichtig, der geringe
    Verbrauch, und nur 0,7 m Tiefgang.
    Unsere Ruderblätter bekommen noch Skegs als Schutz.
    Wir lieben die Salon-Rundumsicht und das riesige Cockpit, da man ja die meißte Zeit draussen ist, ebenso das große Vordeck zum Sonnen.
    Wir sind einen Kompromiss eingegangen, da wir uns für die Zeit nach dem Segeln nicht
    noch einmal ein Boot kaufen wollten.
    Aus Platzgründen kommt für uns ein Mono nicht in Frage.
    Mit 4,10M bleibt dann meißt nur der Kopfsteg oder mit 0,7 m Tiefgang die hinterste Ecke (Lach) zum ‘Parken’.

    Wie auch immer, Dir viel Erfolg bei der Bootssuche, aber vielleicht bleibt es ja
    bei Deinem jetzigen Boot, wie Du schriebst.
    Weiterhin eine gute Reise – wir bleiben ‘drann’ und beneiden Dich !!!
    Viele Grüße
    Volker

    PS den Verkaufslink hatten wir gewählt, da das Boot schon ‘Sold’ war

    1. Hallo ihr beiden,

      es ist schwierig, ein Boot für alle Fälle zu finden. Hätte ich gleich danach gesucht (und die Catalac waren tatsächlich in meiner Überlegung), dann wäre es vermutlich ein Motorsegler oder eine Deckssalonyacht geworden. Ein Katamaran schied bei mir aus Kostengründen aus, Catalac war zu dem Zeitpunkt nichts zu finden, Selbstbau (Kohler) kam nicht in Frage und tatsächlich wollte ich mich ja uaf Binnen beschränken. So betrachtet nichts falsch gemacht. Aber manchmal plant das Leben eben doch anders, in diesem Falle mal positiv.

      Einen Skeg halte ich für sehr wichtig, auch binnen. Ich bin schon öfter über einen dickeren Ast gerauscht, der komplett unter Wasser lag. In der Saar war eine Schleuse regelrecht überschwemmt mit Einwegpalette, Ästen und anderem Unrat. Nach tagelangem Regen kein Wunder. Das hätte auch schief gehen können.

      Ihr werdet euren Weg finden, da bin ich mir sicher. Viel Spaß und bis bald

      Peter

  3. Hallo Peter,
    Ihr seid wohl auf?
    In welchem Hafen liegst Du nun? Rheinau? Kannst Du im Wasser überwintern?
    Ich hatte ab 2010 vier Jahre meinen kleinen Katamaran, eine Hirondelle MK I, in Südholland in der Marina Biesbosch (Drimmelen), 1400 Liegeplätze, liegen.
    Dort habe ich jedes Wochenende verbracht. Im Winter natürlich auch und zwischen Weihnachten und Neujahr 2 Wochen am Stück. Heizkosten bei Tag-/Nachttemperaturen -8°/-12° für die 14 Tage gut 200€
    Die Marina ist Europas größter Süßwassertidenhafen mit Tiden über 2 Meter. (Im Winter weniger)
    Dort bleiben ca. 60 % der Boote im Winter im Wasser und die eisfreie Zeit wird zum Segeln genutzt.
    Auch wohnen dort einige ganzjährig auf ihren Booten. Duschen, Toiletten, Waschmaschine, Trockner, etc. stehen ganzjährig zur Verfügung. Die Natur dort ist sehr schön! (Nationalpark De Biesbosch)
    https://www.boote-magazin.de/reviere/niederlande/amazonien-nebenan/a15491.html
    https://levartworld.de/urlaub-holland-mit-kind-nationalpark-de-biesbosch/
    Ein interessantes Spektakel ist, wenn mit großem Lärm die komplett zugefrorene Eisdecke mit allen darin eingefrorenen Booten sich bei den Tiden hebt und senkt und die Eisdecke am Ufer ringsherum dann abbricht. Man dachte jedesmal es zerreißt einem die Rümpfe!
    In dem Naturschutzgebiet mit den vielen kleinen Flüßchen waren wir immer gerne mit meiner kleinen”Hirondelle” 7m x 3 m und nur 35 cm Tiefgang (Schwerter oben ) unterwegs!
    Ein tolles Revier!
    Leider mußten wir, wenn es zur Nordsee gehen sollte (Marina Cape Helius) über Dordrecht fahren, da
    die Moerdijk Brücke (Hollands Diep) für unser damaliges Boot( max. Höhe 11m) zu niedrig ist. Ich glaube die Durchfahrtshöhe ist knapp unter 9m. (Tidenabhängig)
    Nun seit etwa 6 Jahren ist die Ostsee das neue Revier und jetzt seit 2018 mit ‘neuem’ Boot.
    Im Juli 2018 waren wir noch mit der kleinen Hirondelle in der Dänischen Südsee.
    Hier mal Zwei Videos.
    Einmal die Überführung aus England nach Marina Biesbosch NL( in 2010) und mit meiner Freundin letztes Jahr in der Lübecker Bucht:
    https://www.youtube.com/watch?v=YQIGJQAHmnQ
    https://www.youtube.com/watch?v=4J2clpO3LLs
    Unser ‘großes’ Boot jetzt ist allerdings mit 8,20 x 4,10 ein Raumwunder!
    Wir haben uns sogar für die Schlafkammer einen 55cm TV gekauft (Lach) Für die Schlechtwettertage im
    Frühjahr und Herbst. Ich will nicht auf den “Weltspiegel”, “Auslandsjournal”, “Presseclub” (am Sonntag)
    auch “titel, thesen, tempramente”und interessante Beiträge auf “Arte”verzichten (Bei Schietwetter!!)
    Die ganze Sommersaison lebe ich sozusagen auf dem Boot . Meine Lebensgefährtin ist in wenigen Jahren auch Rentnerin und dann soll’s ‘losgehen’
    Erst noch mit Segeln, dann in einigen Jahren mit Dieselkraft.
    Hast Du dir schon ein Ziel oder eine grobe Richtung für nächstes Jahr überlegt?
    Wir fliegen übrigends (“Greta”wird’s ‘freuen’) Anfang Dez. für 2 Wochen nach Malaga. Wir brauchen
    dringend Wärme und vor allem Sonneneschein!!!
    Wir hoffen, daß Deine Heizung zumindest zuverlässig wärmt, na ja mit der Sonne…….
    Soweit ersteinmal aus Lübeck
    Viele Grüße von der Crew der”Wassermusik”(übrigends benannt nach dem tollen Roman von T.C. Boyle)
    Volker und Christine

    1. Hallo Christine und Volker,

      vielen Dank der Nachfrage und ja, Bordhund Berti und mir geht es sehr gut :-).
      Leider war in den letzten Tagen das Internet unterste Kanone, daher kann ich erst jetzt wieder antworten.
      Zum Fernsehen habe ich gar keine Zeit, neben den anliegenden Bastelarbeiten (Schranktüren, Herd versetzen) lerne ich nähen und übe mich darin, ein besserer Zuhörer zu werden. Meine Heizung macht keine Mucken (toi toi toi). Eine Planung zum nächsten Jahr besteht noch nicht, ich werde das auf mich zukommen lassen und schauen, wie es sich ergibt.
      Während ich dies schreibe geht draußen mal wieder die Welt im Regen unter, eine Abwechselung nach Starkwind und Nieselregen.
      Viel Spaß in Malaga

      Gruß

      Peter und Berti (zur Zeit in Rheinau)

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.