Juni 2018

Erste große Ausfahrt

In Begleitung gleich doppelt schön.

Damit der Text nicht auseinander gerissen wird beschreibe ich meine erste längere Fahrt unter dem Monat Juni, obwohl wir schon Ende Mai abgelegt haben. Aber von Anfang an:

Mitte Mai hatte ich mich ja häuslich am Steg im WBF eingerichtet, als Hartwig mich mit der Idee überraschte, eine längere Fahrt in Richtung Havelberg zu unternehmen. Geplant war noch ein drittes Boot, allerdings konnte der Skipper dann doch nicht.

Christine, Hartwig und Stew mit ihrer Yacht als Gastlieger im WBF

Bis zur Schleuse zwischen Pritzerbe und Bahnitz war mir die Strecke ja bekannt. Es ist eine schöner Streckenabschnitt der Havel und wird am Wochenende intensiv genutzt, auch zum Ankern.
Ende Mai also kommt die Wavuvi mit ihrer Crew Christine und Hartwig und dem Bordhund Stew in Plaue an und legt sich erst mal an das Borneufer. Allerdings ist das Ufer für das letzte Wochenende im Mai der Havelqueen und dem Event am Borneufer vorbehalten, so dass sich die Crew am folgenden Tag in den Hafen des WBF verholt. Am 30igsten Mai schmeißen wir die Leinen los und steuern Bahnitz an.

In Bahnitz lassen wir den Tag ausklingen bei einer Tasse Tee (?!) und interessanten Gesprächen.
Am nächsten Morgen dann ein Schock: mein Hund erbricht sich blutig und kann sich kaum auf den Beinen halten! Ich weiß mir in meiner Panik keinen Rat, stecken wir doch an einem Freitag mitten in der Pampa. Ich eile zur Wavuvi und mache erst mal alle wuschig: „Ich habe da ein Problem, ich glaube mein Hund stirbt!“
Jetzt kommt Bewegung in die Angelegenheit. Hartwig baut seine Bordmoppeds auf, ich versuche per Handy irgendeinen Tierarzt zu erreichen. Einzige Möglichkeit ist in Rathenow! Also den Hund in eine Decke eingekuschelt und in eine Kiste auf einem der Mopeds verpackt und ab geht’s.
Querfeldein düsen wir nach Rathenow, wobei ich Volldampf am Tierarzt (hier Tierärztin) vorbei in den nächsten Ort brettere. Panik halt, ich war eigentlich zu nix nütze. Per Handy fängt mich Hartwig wieder ein und ich steuere in die richtige Strasse, aber natürlich lasse ich Tierärztin und Hartwig links und rechts liegen und … na ja, irgendwann waren wir dann da.
In der Praxis werden wir dann schnell vorgezogen und mein Hund Berti wird untersucht. Das Ergebnis lässt nicht viel Spielraum: Rattengift von der bösen Sorte. Eigentlich ein Fall für die Tierklinik in Potsdam, aber wie schnell genug dort hin? Selbst mit Taxi wäre zwischenzeitlich mit dem Ableben zu rechnen. Also übernimmt die Tierärztin ohne wirklich Hoffnung und mein Bertelchen kommt an den Tropf. Nun heißt es warten!

Berti am Abend vorher

In der Zwischenzeit verholen wir unsere Boote nach Rathenow beim Anleger Optikpark. Zur Tierärztin ist es nicht weit und ein Einkaufszentrum ist auch in der Nähe. Wir bunkern Wasser und spannen erst einmal ab.
Am nächsten Tag dann die Erleichterung. Dem Berti geht es besser, er ist über dem Berg. Er muss noch weiter am Tropf bleiben und benötigt die nächsten Tage Schonkost. Am Sonntag kann ich ihn dann abholen. Somit kehrt wieder Ruhe ein auf den Booten und wir planen die Weiterfahrt. Die Vorräte werden aufgefüllt und wir geben uns dem Bordalltag hin.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.