Mai 2018

Erste Schritte

Lernen mit dem Boot umzugehen

Es kehrte Ruhe ein auf dem Schiff, heizen war Geschichte und ich lernte, mit mir und dem Boot umzugehen. Der Schnellkurs bei Christine und Hartwig war lehrreich und ich bemühte mich, die Tips praktisch umzusetzen. Trotz allem blieb die Unsicherheit beim Einfahren in die Box.

Gleich am Anfang des Monats mußte ich die ersten Schrammen an meinem Boot in diesem Jahr hinnehmen. Der Bootsnachbar mit seinen 15m Stahl hatte ähnliche Probleme wie ich trotz Bugstrahlruder und seine Reling krachte bei mir auf’s Seitendeck. Ich lag gerade in der Koje und habe natürlich das Ramming erst durch den Krach bemerkt. Auf den ersten Blick sah aber alles ok aus, ich half beim Anlegen und nach einem kurzen Plausch war wieder Ruhe im Schiff.
Am nächsten Tag dann stellte ich doch zwei Stellen mit Abplatzungen fest, sehr ärgerlich. Da es einen üblen Beigeschmack hat wenn man nicht sofort die Schäden reklamiert, habe ich es eben hingenommen. Der Nachbar war nämlich wieder nach Hause gefahren und kam erst drei Wochen später zum Boot.

Abplatzungen Gelcoat

Nun ja, nach der ersten Beule fährt es sich deutlich entspannter, ein alter bekannter Spruch, der dem Autofahrer sicherlich bekannt ist.

Meine eigenen körperlichen Mängel beginnen mich auffällig zu nerven. Im Boot ist eine kleine Treppe mit zwei Stufen. Man glaubt gar nicht, wie oft man diese rauf und runter klettert. Dann liege ich mit dem Bug zum Steg, was für das tägliche mehrfache Gassigehen nicht optimal ist. Die Kletterei über die Bugreling und den Anker ist schon abenteuerlich.
Und schlußendlich die Unsicherheiten beim Aufsuchen des Vorschiffs. Das Gangboard hat zumindest an den achterlichen Seiten den Namen nicht verdient.

Über den Bug (mit Hund auf dem Arm) zum Steg, sehr akrobatisch.

Ich gehe sehr viel und lange spazieren und werde langsam fit für den Bordalltag. Gegen Mitte des Monats erhielt ich dann eine freudige Überraschung. Ich fuhr bei meinem alten Liegeplatz vorbei und habe mit dem Hafenmeister geplauscht. Dieser bot mir überraschend einen freien Platz an, obwohl eine Anfrage direkt beim Verein eine Absage erbrachte. Wurde wohl kurzfristig frei und ich sagte natürlich sofort zu.
Meinen alten Liegeplatz konnte ich auf sehr kulante Weise aufkündigen und so verlegte ich fröhlich vom Quenzsee in den Plauer See.

Gegen Ende des Monats verabredete ich mich mit Christine und Hartwig zu einer kleinen Fahrt im Juni. Aber das könnt ihr dann unter dem entsprechenden Link nachlesen. Hier noch ein paar Bilder vom Frühling und dem neuen Liegeplatz.

Prächtige Blüten und alle Varianten an Grün.
Blick auf das Borneufer in Plaue an einem windigen Tag
Die Caribbean in zweiter Reihe mit offenem Luk. Das Plauer Schloss im Hintergrund.

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